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Dachschaden durch Marder

Was ist zu tun, wenn sich unangenehme Besucher einnisten

Marder Dach
Zugang zum Dach finden die wendigen Marder schnell.

Nachtaktive Tiere wie Marder mögen einen geschützten, warmen Raum, der wenig frequentiert wird. Daher nisten sie sich vorzugsweise auf dem Dachboden oder im Motorraum eines abgestellten Fahrzeugs ein - zum Leidwesen der Besitzer. Unglücklicherweise werden Marder oft erst entdeckt, wenn sie bereits Schaden angerichtet haben: durchgebissene Kabel und Schläuche im Motorraum, zerfetzte Dämmungen unter dem Dach, Kot und Urinspuren. Werden die Dämmungen nicht ersetzt, entstehen Wärmebrücken und Schimmelbildung. Aber die betreffende Stelle muss erstmal gefunden werden. Und zudem ist sie unter dem Dach in der Regel auch noch schwer zugänglich.

Wie bemerkt man den "Untermieter"?

  • Geräusche
  • Geruchsbelästigung durch Verunreinigung
  • Nahrungsreste
  • Zerfetzte Dämmwolle
  • Kotspuren

Zahlt die Versicherung den Schaden?

Für Schäden am PKW übernimmt die Teilkasko die Kosten durch Marderbisse anteilig. Allerdings kommt sie nicht für Folgeschäden auf, wie z.B. ein überhitzter Motor aufgrund zerbissener Schläuche.

Die Reinigung und Schadensbeseitigung kann Einiges kosten und nur wenn derartige Schäden ausdrücklich abgesichert sind, zahlt die Versicherung. Die Hausratversicherung ist hierbei nicht zuständig, obwohl es sich um Sachschaden handelt.

Schäden am Haus, die von einem Marder verursacht wurden, sind an die Wohngebäudeversicherung zu melden. Sichert diese Police zusätzlich „Schäden durch Tierbisse“ ab, können höhere Kosten für Reinigung und Reparatur von Haus und Dach übernommen werden.

Regelmäßige Kontrolle

Wenn der Verdacht besteht, dass sich ein Marder eingenistet hat, sollte der Außenbereich inspiziert werden, um herauszufinden, wie er ins Haus gelangen konnte. Eventuell lassen sich innen wie außen Spuren finden wie Pfotenabdruck, Kot oder Essensreste. Besonders von April bis September sollten Hauseigentümer Ihren Dachboden häufiger aufmerksam kontrollieren, denn das ist die aktivste Zeit des Marders.

Aktive Gegenmaßnahmen

Einen Marder zu fangen ist äußerst schwer, weil er sehr scheu ist. Zudem darf er nicht gejagt oder getötet werden, weil er dem Jagdrecht untersteht. Um ihn erfolgreich zu vertreiben, kann "Lärm machen" eine Hilfe sein. Das Klopfen an die Decke oder eine Permanentbeschallung durch ein Radio sind z.B. probate Mittel, um den Plagegeist aus seinem Quartier zu scheuchen.

Sollte nach intensiver Suche das Schlupfloch des Eindringlings gefunden werden, kann man es nur dicht machen, wenn sicher ist, dass der Marder nicht im Haus ist. Ein Aufwand, der im Altbau mit seinen vielen Möglichkeiten nicht isolierter Stellen am Dach relativ groß ist. Zu Not hilft dann nur noch der Kammerjäger.


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